Die Büx ist da – zumindest auf Papier
Es ist Donnerstag der 24.3.2011 oder 41 Tage nach dem Berglauf in Brunni, mit dem dieses Projekt begann. Und endlich ist es soweit (für normal-geschaltete Menschen wäre es vermutlich bereits soweit), die Präsentation des Vorprojekts ist mit dem Auto unterwegs von Innsbruck nach Bäch, praktischerweise sind auch Armin und seine Mitarbeiterin Julia dabei. Ich habe für beide Einzelzimmer im schönen Hotel Schiff in Pfäffikon direkt am See gebucht. Architekten sind ja schliesslich Künstler und sollten auch entsprechend untergebracht werden. Nach dem Einchecken fahren wir hoch ins Brunni, um 16h sind wir mit Markus Gresch, Inhaber der HGP AG und unser Bauleiter, zur Grundstückbesichtigung verabredet. Armin und Markus haben zwar schon telefoniert, sich aber noch nie getroffen. Alle duzen sich, wir sind ja schliesslich über 1’000 m.ü.m. Bea Greuter, meine zukünftige Nachbarin, steht vor dem Haus und ich erkläre ihr wer wer ist und wer was macht, Philippe kommt auch gerade von der Arbeit nach Hause und schlussendlich stehen alle auf dem Vorplatz und diskutieren. Der Schnee schmilzt rasch, im Tal schiebt ein Ratrac den Schnee auf den Parkplatz damit er noch schneller verschwindet. Es ist kühl und windig, ein deutlicher Unterschied zum Unterland wo heute 18 Grad gemessen werden. Aber was schnorre ich da vom Wetter, es geht ja um etwas ganz anderes.
Noch zwei drei Fotos geschossen und die Höhe der Mauer beim Nachbargrundstück gemessen, und dann fahren wir zu mir nach Bäch. Ich serviere den Apéro auf der Terasse und wir geniessen den Blick auf den See, bevor wir uns an den Tisch setzen und Julia die Präsentationen verteilt. Armin führt Seite für Seite durch das Dokument und erklärt jeden Schritt, den ich im Haus machen werde. Ich glaube wir benötigen schon für das Untergeschoss sicher 20-30 Minuten, überall gibt es faszinierende Konzepte und Ideen. Wir laufen jetzt in Gedanken und Worten die Treppe hinauf ins Erdgeschoss, wo Schlaf- und Arbeitszimmer geplant sind sowie ein grosser Raum, welcher bei Bedarf in 2 Kinderzimmer unterteilt werden kann. Auch hier benutzen wir die Räume in Worten, es ist alles durchdacht und begeistert, es gibt sogar einen Olivenbaum, der in gewachsenem Boden steht (bei der Baumwahl gehen die Meinungen noch etwas auseinander…). Und wieder ein Treppe hoch in den Wohntrakt, es ist unbeschreiblich was mich hier erwartet, nicht in den kühnsten Träumen hätte ich mir die Konzepte vorstellen können. Die Visualisierung gibt mir eine konkrete Vorstellung wie das Haus aussen und innen aussehen wird, es wird eine unglaubliche Büx (Armin’s Version für Haus) werden.
Ihr fragt Euch jetzt vielleicht weshalb ich nicht mehr Details preisgebe und nur einen kleinen Plan-Ausschnitt der Küche beifüge. Die Antwort ist einfach: Markus Gresch überprüft anfangs nächste Woche die Einhaltung der Bauvorschriften, anschliessend gehen wir gemeinsam zur Gemeinde Alpthal und stellen das Projekt vor. Erst wenn wir dort eine positive Indikation erhalten, werden wir die Baueingabe machen, die Pläne den Nachbaren vorstellen und natürlich auch auf diesem Blog alles im Detail vorstellen. Es wird der Hammer!

